Hochtief und die Fakten

23. Oktober 2014 | schiffdirk

HochTief Auch im ersten Quartal 2012 schafft es Hochtief nicht, sich aus den roten Zahlen heraus zu arbeiten. Hochtief-Chef Frank Stieler hatte gehofft, auf dem Weg zum Erfolg, die größten Hürden bereits überwunden zu haben. Jedoch die australische Tochtergesellschaft Leighton, machte ihm einen großen Strich durch die Rechnung und beschaffte dem Essener Baukonzern einen Verlust von 160 Millionen Euro und rote Zahlen im ersten Quartal des Jahres 2012, da die Tochterfirma eine erneute Gewinnwarnung machte. Das Unternehmen meldet gleichzeitig einen Rekordauftragsbestand wie bereits im Quartalsbericht veröffentlicht wurde. Hochtief hat das Ziel verfehlt im ersten Quartal 2012 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren und Stieler als Konzernchef muss nun Quartalsergebnisse präsentieren, mit denen man nicht einverstanden ist. Im ersten Quartal 2012 verbuchte Hochtief eine Abschreibung von Steuern (EBT) von knapp über 90 Millionen Euro (Q1 20122: -444,8 Mio. Euro).

 

Der Verlust des Konzerns beträgt 34,14 Millionen Euro, im Vorjahresquartal waren es -169,5 Millionen Euro. Die in Melbourne stehende Entsalzungsanlage und die Mautstraße bei Brisbane, sind hauptsächlich der Grund dafür. Hochtief hatte genau deswegen bereits im Vorjahr und erneut im März 2012 die Voraussage korrigiert. Nicht nur die Sparte Asia.Pacific, welche zu der Leighton gehört, schrieb Verluste: Nach dem Gewinn von 13,8 Millionen Euro im Quartal des vorigen Jahres, ist das Ergebnis heute vor Steuern auf – 13,7 Millionen Euro. Bei Bauprojekten wird die Realisierung nach dem Grad der Fertigstellung bemessen und die Geschäftskosten nur in geringem Umfang verrechnet, so die Begründung durch Hochtief. Aber auch die Verkäufe der Projekte hätten den hohen Stand des Vorjahresquartals nicht erreicht. Hochtief erzielte von Januar bis März 2012 Erlöse von knapp 133 Millionen Euro, durch den Verkauf von Geschäfts-, Büro und Wohnimmobilien. Mit einem Volumen von etwa 27 Millionen Euro verkaufte Aurelis Real Estate, an der Hochtief 50 Prozent hält, Immobilien. Rund 20 Millionen Euro betrugen die Mieterlöse. Die erbrachte Leistung der Division Europe ging um 15,5 Prozent zurück auf 695,1 Millionen Euro (Q1 2011: 822,4 Millionen Euro).

Stieler: Die Ergebnisse sind nicht vertretbar Für den Weg, den wir eingeschlagen haben, sind die negativen Resultate nicht vertretbar, so die Sicht des Konzernchefs Stieler. Im ersten Quartal entwickelte sich die Leistung des Konzerns deutlich positiver als im selben Zeitraum des Vorjahres: Sie erreichte Ende März 6,36 Milliarden Euro und lag somit 24,7 Prozent höher als bei dem Vorjahreswert (Q1 2011: 5,1 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahresquartal erhöhte sich das Auftragseingangsvolumen um 42,1 Prozent auf 7,69 Milliarden Euro (Q1 2011: 5,41 Milliarden Euro). Es wurde ein Höchststand beim Auftragsgestand des Konzerns mit 50,26 Milliarden Euro erreicht. Der Betrag aus dem Vorjahresquartal (45,61 Milliarden Euro) verbesserte sich um 10,2 Prozent. Das Auftragsvolumen der Division Hochtief Europe steigerte sich ebenso um knapp 50 Prozent auf 760,8 Millionen Euro (Q1 2011; 507,7 Millionen Euro). Das Ergebnis der Auftragsbestände stieg um 9,4 Prozent auf 6,434 Milliarden Euro (Q1 2011: 5,88 Milliarden Euro). Der Konzern behält die im März geänderten Prognose für 2012 bei: Er rechnet mit einem Ergebnis von Steuern unter 550 Millionen Euro (2011: -127 Millionen Euro) und einem knapp unter 180 Millionen Euro (2011: -160 Millionen Euro) liegenden Konzerngewinn.

Kategorie:  News

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