Immobilienkauf – das ist zu beachten

26. Oktober 2014 | schiffdirk

Wer sich für den Kauf einer Immobilie entscheidet, sollte sich mit einigen grundsätzlichen Gegebenheiten vertraut machen. Für die Eigennutzung gelten andere Maßstäbe als bei einer Fremdnutzung mit Vermietung an Dritte. Wer die Immobilie selbst als Wohnhaus nutzen möchte, muss sich zwischen dem Kauf oder Bau einer neuen Immobilie und dem Kauf und einer je nach Bauzustand erforderlichen Sanierung einer bestehenden Immobilie entscheiden. Gut für die Meinungsbildung ist, wenn man sich vor einer Entscheidung andere Objekte anschaut und die Nutzbarkeit für den eigenen Bedarf plant.

Bei einem Neubau sind alle Gewerke neu erstellt und stellen für viele Jahre keine Reparaturanforderungen. Allerdings kann die Bauphase sehr aufwendig und nervig sein, vor allem wenn man sich direkt mit Handwerkern auseinander setzen muss. Auch ist die Kostenkalkulation oft schwierig. Wird schlüsselfertig gebaut, zahlt man mehr und erhält ein einzugsbereites Objekt. Hier ist allenfalls noch das Insolvenzrisiko des beauftragten Generalunternehmers einzukalkulieren. Aber auch hier ist es so, dass ein vollständig mangelfrei erstelltes Objekt als Glücksfall anzusehen ist und immer mit Mängeln zu rechnen ist.

Wird ein bestehendes, oft älteres Objekt erworben, muss oft aufwendig saniert werden. Allerdings ist der Fertigstellungszeitraum meist berechenbarer und notfalls können auch nach dem Einzug noch Restarbeiten ausgeführt werden. Wer in Miete wohnt, muss sicherstellen, dass Kündigungstermin in der alten Wohnung und Einzug in das neue Objekt zeitlich übereinstimmen.

Wichtig ist die Lage des Objekts. Wer selbst einzieht, entscheidet nach persönlichen Aspekten der Nutzbarkeit, wer vermietet, muss die Attraktivität für Mieter einkalkulieren. Sie bestimmt über die Gefahr des Leerstandes. Wer ein selbstgenutztes Objekt für viel Geld kauft, muss bedenken, dass der Käufermarkt im Falle eines Wiederverkaufs kleiner ist als bei einem für jedermann bezahlbaren Objekt. Außerdem bindet er viel Eigenkapital und trägt hohe Finanzierungskosten. Wer die Kaufpreise einigermaßen miteinander vergleichen möchte, kann sich am Quadratmeterpreis orientieren. Dazu dividiert man den Kaufpreis durch die Wohnfläche und erhält mit dem Quadratmeterpreis eine Vergleichsbasis zu anderen Objekten. Für die Finanzierung kann eine Einliegerwohnung hilfreich sein. Mit der Vermietung an einen Mieter lassen sich die Finanzierungskosten reduzieren. So können auch steuerliche Vorteile einbezogen werden. Auch die Planung und Nutzung eines Arbeitszimmers aus beruflichen Gründen kann steuerlich vorteilhaft sein.

Für jeden Besitzer von Immobilien ist es empfehlenswert, seine Wohngebäude gegen die alltäglichen Gefahren und Risiken durch eine Wohnebäudeversicherung zu schützen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar